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zurück Euro am Sonntag - Wattner SunAsset 1 09.03.2008 Manche mögen's besonders heiß Quelle: Euro am Sonntag vom 9. März 2008, Ausgabe 10/08 56% der Deutschen glauben laut einer WGZ-Umfrage, dass die Abgeltungsteuer zu verstärkter Kapitalflucht führen wird. 4500 EU-Vorschriften, die das Finanzwesen betreffen, hat Liechtenstein seit dem Jahr 1995 umgesetzt. 55%: der Deutschen sehen laut Studie der Uni Passau Handlungsbedarf bei ihrer Altersvorsorge; 53Prozent beim Aufbau von Vermögen. Mit Sonnenkollektoren auf dem Dach macht Aldi zusätzlich Kohle. Der Discounter lässt auf den Dächern einiger Filialen Solaranlagen aufstellen und kassiert vom Betreiber eine Jahrespacht. Und die Dachanlagen sind für den Billigheimer so etwas wie eine eierlegende Wollmilchsau. Denn Aldi kassiert die Pacht unabhängig vom Ertrag der Anlagen. Der Discounter muss nicht mal gewährleisten, dass die Dächer dicht sind. Dafür steht der Anlagenbauer gerade. So wie Aldi tragen auch Anleger des Geschlossenen Solaranlagen-Handelsfonds Sunasset 1 des Kölner Anbieters Wattner kein Betriebskostenrisiko. Über Objektgesellschaften investieren sie - abzüglich Kosten - 4,8 Millionen Euro in den Bau von Solaranlagen in Deutschland oder anderen EU-Staaten. Da sie mit erfahrenen Partnern wie Scheuten Solar als Generalunternehmer und dem Solarmodulhersteller Sanyo auf bereits gesicherten Standorten - Freiflächen, Dächern oder Lärmschutzwänden - Solaranlagen zu Festpreisen bauen, entfallen mögliche Risiken einer Projektentwicklung für Anleger. Diese Gestehungsrisiken der Anlage trägt Scheuten. Speisen die hauchdünnen Siliziumscheiben den aus Sonnenkraft erzeugten Gleichstrom dann ins öffentliche Netz ein, gibts dafür hierzulande 20 Jahre lang den durch das Erneuerbare Energiengesetz (EEG) garantierten Festpreis. Derzeit sind das für die ersten 30 Kilowatt-Peak - so der Fachbegriff für die maximale Leistung - bei Dachanlagen 46,75 Cent. Der Garantiepreis sorgt für regelmäßige Betriebseinnahmen unabhängig von Angebot und Nachfrage - vorausgesetzt, die Sonne scheint intensiv genug. Auch im sonnenverwöhnten Spanien ist der Festpreis garantiert. Sogar für 25 Jahre. Jedoch wird er für Anlagen, die ab September ans Netz gehen, sinken. Der verlässliche Geldfluss ist attraktiv für Pensionsfonds, Versicherer und Geschlossene Fonds wie etwa die bisherigen Privatplatzierungen der Wattner AG. Zum Beispiel der Solarpark Meerane II: Hier finanzierten Privatanleger auf einem Lärmschutzwall an der Bundesautobahn A 4 eine Solaranlage mit einer Leistung von 1,73 Megawatt-Peak. Sogar die deutsche Luftwaffe setzt auf Sonnenkraft. Auf den Dächern der Kaserne des Jagdgeschwaders 71 in Wittmund errichtet Wattner derzeit mit Anlegergeld einen Solarpark. Wie lukrativ der Handel mit den betriebsfertigen Photovoltaikanlagen für Privatanleger letztlich ist, hängt aber nicht allein von der Differenz aus niedrigen Investitionskosten und hohem Verkaufserlös ab. Auch die Höhe der einmaligen und der laufenden Nebenkosten sowie die Zahlungskräftigkeit der Partner und die Erfahrung der Wattner Projektentwicklungsgesellschaft beeinflussen den Kapitalrückfluss. Wie bei allen unternehmerischen Beteiligungen liegt der Gewinn hauptsächlich im günstigen Einkauf. Der Initiator plant, die Anlagen zum 8,7-Fachen des jährlichen Energieerlöses zu errichten und im Schnitt zum 9,5-Fachen zu verkaufen. Durchaus marktübliche Werte. Zum Vergleich: Der kürzlich ausplatzierte Solaranlagen-Betriebsfonds Energy Solar Fonds 1 des Anbieters DCM unterstellt im Prospekt einen durchschnittlichen Einkaufsfaktor von 10,5 der geschätzten Jahresenergieerlöse für deutsche Photovoltaikanlagen; bei Anlagen in Spanien geht er vom Neunfachen aus. Für den (Bau-)Platz an der Sonne sind laut Projektentwicklungsgesellschaft folgende Kriterien entscheidend: die Einspeisezusage des Energieversorgers; die sogenannte Globalstrahlung muss gutachterlich bestätigt sein; bei Dachanlagen müssen zudem statische Berechnungen durchgeführt werden. Darüber hinaus müssen Pachtvertrag, Baugenehmigung sowie Grundbuchauszüge und Katasterpläne vorliegen. Im Rahmen bleiben auch die einmaligen Weichkosten. Mit rund 13 Prozent, bezogen auf die Anlegergelder von fünf Millionen Euro inklusive Agio, fallen sie für einen Handelsfonds eher niedrig aus. Dafür bedienen sich Wattner und die Partner mehr bei den laufenden Kosten, was aber insgesamt gerechtfertigt ist. Beispielsweise bekommt die Wattner Projektentwicklungsgesellschaft, die jeweils zu 50 Prozent den beiden Experten Guido Ingwer und Ulrich Uhlenhut gehört, während der Laufzeit bis 2013 insgesamt 515660 Euro für die Auswahl geeigneter Standorte. Das entsprechende Know-how hat die Gesellschaft bei den bereits getätigen Privatplatzierungen bewiesen, die nach eigenen Angaben besser laufen als geplant. In Ordnung gehen auch die Gewinnbeteiligungen der Gründungsgesellschafter des Fonds, Guido Ingwer und Wattner AG, da beide mit insgesamt 160000 Euro selbst ins Risiko gehen und damit die Kosten für eine mögliche Rückabwicklung der Beteiligung decken. Weitgehend auf Nummer sicher gehen Anleger auch mit der Kontrolle über die Verwendung der Anlegergelder während der gesamten Laufzeit. Nicht geprüft werden jedoch Angaben über die Richtigkeit der Investitionshöhe. Gehen die Annahmen auf, erzielen Anleger mit Spitzensteuersatz und Reichensteuer - Gesamtsteuerlast 45 Prozent - nach Interner-Zinsfuß-Methode 10,5 Prozent Rendite im Jahr. Dabei ist jedoch zu beachten, dass diese Zahl nicht mit anderen Renditekennziffern vergleichbar ist - da sie auf das im Fonds gebundene Kapital abstellt. Und dieses sich wegen Rückzahlungen während der Laufzeit ständig verringert. zurück |
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